Interview: Tantze Knut

https://soundcloud.com/miesemusik/tantzeknut

Katja@MM: Haisen Knut, megacool, dass du ein ganzes Set mit eigenen Kompositionen einspielst, das ist ein absolutes Novum. Kannst du was über die Tracks sagen?

TK: Moin moin! Ja, richtig, die Stücke sind Eigenkompositionen…. ich sehe das Ganze als eine Neuauflage von meinen alten Klassikern, da ich die Tracks zum Großteil neu gemischt habe und kleinere Dinge hinzugefügt habe, damit sie mehr treiben. Sicherlich noch nicht klanglich perfekt, aber was ist schon perfekt? 🙂 Die Tracks selbst sind von 2012 bis 2015 entstanden.

Katja@MM: Wirklich cool und eine megafeine Mischung btw!! Aber zurück auf Anfang. Vielleicht kannst du ein bisschen was über den Reallife Knut erzählen und wie er zur Musik gekommen ist. 

TK: Mit bürgerlichem Namen heiße ich Knut Kintscher. Ich habe mit 9 Jahren das Schlagzeug spielen angefangen und spiele seit meinem 13. Lebensjahr in der hannoverschen Instrumental Rockband Hermelin.

Erst später bin ich dann zur elektronischen Musik gekommen und habe begonnen, zu produzieren. Nach und nach hat sich dann meine Zuhörerschaft erweitert und es kamen immer wieder neue Veröffentlichungen hinzu. 

Katja@MM:  Wow – ich finde es immer wieder faszinierend, auf welch unterschiedlichen Wegen unsere Künstlerinnen und Künstler ihre musikalischen Wurzeln gefunden und erweitert haben. Und mir supersympathisch ist auch, dass du quasi ein Crossovermusiker bist, der sich nicht auf ein Genre bzw. eine feste Richtung eingeschossen hat. (Katja lacht, weil bei ihr im Hintergrund gerade Agnostic Front läuft 😉

Du lebst jetzt in Hamburg richtig? Was geht aktuell, an was arbeitest du?

TK:  Agnostic Front, yeah 🙂 Ach Hamburg ist eine tolle Stadt, die mich immer wieder aufs Neue inspiriert.

Ich arbeite momentan aber auch über Hamburg hinaus relativ viel international und habe musikalische Kontakte nach Finnland und nach Australien. Momentan geht’s da hauptsächlich um Veröffentlichungen von Remixen, aber in Zukunft sind auch Pläne für ein neues internationales elektronisches Netzwerk im Kopf, ach und eventuelle Live Gigs mit den Peoples…

Im Grunde habe ich ständig Lust mit anderen Musikern Projekte zu beginnen. Liegt wohl an meiner musikalischen Vergangenheit und diversen Bands (mit vielen Auftritten) über einen Zeitraum von 20 Jahren. Hin und wieder finde ich es dann aber auch schön, wirklich mal mein eigenes Zeug zu machen. Wie man unschwer bei meinem Miese Musik Set hören kann. Irgendwie kann ich mich stilistisch nie festlegen in meinen Produktionen. Vielleicht mag ich einfach zu viele Richtungen. Das bringt bock und Produktionen bleiben lebendig, denke ich. Hauptsache es kommt vom Herzen!

Ich arbeite außerdem gerade viel daran, das ganze livetauglich zu gestalten. Sprich mit Ableton Live und ein Paar Controllern und Grooveboxen und halt noch Schnickschnack, der dazu gehört. Live gespielte elektronische Musik versprüht immer ein ganz besonderes Gefühl finde ich. Geht euch wohl ähnlich, oder?

Das ist immer alles nicht so einfach neben einem Vollzeitjob und einer Beziehung. Aber es klappt und alle sind glücklich damit! 

Katja@MM: Macht neugierig, was du da planst und ich geb dir absolut recht, live eingespielt ist jede Musik nochmal eine ganz andere Hausnummer. Zum Schluss noch unsere immer wieder gestellte Frage: Einsame Insel – du – nur 3 Tracks, die du mitnehmen kannst – was schnapst du dir?

TK: Puh… kann ich auch 30 Tracks sagen? *lach* 

Na gut ich sage mal:

Smashing Pumpkins – The Aeroplane Flies High

Ole Biege – Tasted Wime

Kat Frankie – People

Frag mich ansonsten nächste Woche nochmal *lach*

Katja@MieseMusik (muss auch lachen): Ja, die Frage ist eigentlich unbeantwortbar, aber immer wieder spannend – der Track von Smashing Pumpkins ist genial! Eins noch auf die Schnelle: Kannst du uns noch einen Traveltipp geben für die nächste Reise nach Hamburg, ein schöner Houseschuppen oder ne gute Kneipe?

TK: Haha… also hier hat gerade meine Lieblings-Techno/House Kneipe geschlossen letztes Jahr, das Purgatory. Da hatte ich eine ersten elektronischen Auftritte mit nem guten Kumpel.
Das große Kneipensterben in Hamburg. Ein trauriges Thema… 
ansonsten ist die Prinzenbar immer wieder super… tolle Location! Schiffe gucken kann ich in Hamburg auch sehr empfehlen. Bei schönem Wetter auf irgendeine Bank setzen mit Freunden und auf die Elbe glotzen. Das geht eigentlich immer.
Traurige Sache, aber seitdem lebe ich gesünder und mache mehr Musik :DD

Katja@MM: Dann erstmal besten Dank fürs Mitmachen und wir hoffen, dich bald mal live und in Farbe zu treffen. 

TK: Ich habe euch zu Danken für den Support und die Szene kann sich glücklich schätzen, Menschen wie euch zu haben!!! Peace..

Falls ihr mehr wissen wollt, checkt das hier: 

https://www.facebook.com/tantzeknut/

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    vor 10 Minuten gesendetvor 10 Minuten

Tantze Knut

Haha… also hier hat gerade meine lieblings Techno/House Kneipe geschlossen letztes Jahr, das Purgatory. Da hatte ich eine ersten elektronischen Auftritte mit nem guten Kumpel.
Das große Kneipensterben in Hamburg. Ein trauriges Thema… 
ansonsten ist die Prinzenbar immer wieder super… tolle Location! Schiffe gucken kann ich in Hamburg auch sehr empfehlen. Bei schönem Wetter auf irgendeine Bank setzen mit Freunden und auf die Elbe glotzen. Das geht eigentlich immer.
Traurige Sache, aber seitdem lebe ich gesünder und mache mehr Musik :DD

Ich war gerade (passt natürlich super zur Inselmusik) letzten Sommer in der Zitadelle bei Smashing Pumpkins… geiles Wetter, unglaublicher Sound und sie haben nur Hits über zwei Stunden gespielt. Unfassbar!

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