Interview: Tizian Haas

MM Podcast #126 – http://www.soundclould.com/miesmusik/tizianhaas

 

MM: Tizian, coole Sache, dass du unseren miesen Refresh startest und wir damit beginnen, wo wir vor 7 Jahren angefangen haben, in Kassel. Hier bist du der local community durch Auftritte im ARM und durch deine Vinyl-Crew Schallfabrik bekannt. Was verbirgt sich hinter dem Label (und coole Sache, was hat es mit dem Vinyl auf sich)?

TH: Vinyl ist einfach ein Lifestyle, das mal vorne weg 😀 – Spaß beiseite. In unserer Crew spielen alle mit Vinyl, das hat mehrere Gründe wie z.B.: Die Entwicklung und die Beschäftigung mit der Musik im Allgemeinen.

Platten diggen und eine entsprechende Kaufentscheidung zu treffen, ist ein ganz anderer Prozess als WAV- oder MP3-Dateien zu kaufen. Ich habe selbst anfänglich digital aufgelegt und den Prozess zur Platte hin gemacht. Mir hat die Einfachheit und die Beschränkung auf das Wesentliche – das Mixing, immer sehr gefallen. Weniger ist manchmal einfach mehr.

Ich möchte mich natürlich auch noch bei Euch bedanken den Restart dieses Podcastes machen zu dürfen!

MM: Wir danken! Klasse, dass du dir die Zeit genommen hast! Ich hab gesehen, dass du ganz gut rum kommst und auch im wahnwitzigen Palais in München aufgelegt hast. Wenn du dich entscheiden müsstest, naiser kleiner Club oder Großevent, wo legst du am liebsten auf? Und ist das Kasseler Publikum ein „spezielles“?

TH: Es ist schön, dass sich einige Dinge ergeben und wir mit unserer Crew mittlerweile etwas vorzuweisen haben. Das war im Großen und Ganzen sehr viel Arbeit und ging im Endeffekt nur durch viel Network und einfach machen. Hervorheben möchte ich hier nochmal die gesamte Vantec Crew, die mit uns vor fast 3 Jahren die erste in Party Kassel geschmissen haben und wir dadurch in Kassel gestartet sind. Großes Event oder kleines ist mir eigentlich egal, Hauptsache die Leute haben Bock Musik, Kultur, Clubszene oder einfacher gesagt das Leben zu feiern! Ich glaube nicht, dass das Kasseler Publikum speziell ist. Aber man muss sagen, dass ich selbst oft merke, dass durch den Sound in Kassel das Publikum einen Anspruch mitbringt, den es in anderen Orten in dieser Form so nicht gibt.

MM: Nach der Zwangsschließung des ARMs haben wir ja einige supercharmante, kleinere Alternativen vor Ort wie das Unten oder Der Kleine Onkel. Was denkst du über die Zukunft der Kasseler Clublandschaft?

TH: Es ist natürlich schade, ass eine Institution wie das ARM geschlossen ist, andererseits bietet es die Chance, etwas Neues entstehen zu lassen. Die Locations, die es in Kassel für unsere Musik gibt und denen man sich wohl fühlt, sind zwar begrenzt, aber haben einen ganz eigenen Charme, den man durchaus feiern kann. Wir werden sehen, was passiert, denn im Hintergrund passiert immer ein bisschen was 😉

MM: Kleiner Rückblick, was hat dich eigentlich motiviert, selbst an den Decks zu stehen und welcher Sound läuft bei dir zu Hause?

TH: Ich hab einfach Bock gehabt, selbst zu gestalten. Ich war schon immer ein Typ, der gerne Initiative zeigt. Als DJ konnte ich genau das tun – und mit der Liebe zur Musik in den Verlauf einer Nacht eingreifen und positiv zu beeinflussen. Der Vibe, der oftmals entsteht, ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Es macht halt einfach Spaß, gemeinsam eine gute Zeit zu haben.

Bei mir zu Hause läuft HipHop (Yuto – kleiner Tipp), Psychedlic Rock, Liedermaching, LoFi und natürlich Techno (weniger Sets, mehr einzelne Titel)

MM: Ist eine miese Frage, we know, aber wir stellen sie trotzdem immer wieder gerne. Wenn du eine Woche auf einer einsamen Insel wärst und dein Marschgepäck sich auf 3 Lieblingsscheiben beschränken würde (inklusive einer xtralargen Verpflegung natürlich), welche kämen denn in deinen Plattenkoffer?

TH:

  1. Josh Wink – Lumpy Oatmeal
  2. Toni Moralez – Her Neck Her Back (Only Touch Her If She Wants 2)
  3. Sven Väth – Dein Schweiß

MM: Dann bleibt uns eigentlich nur noch zu fragen, was wir in naher Zukunft von dir bzw. eurer Crew erwarten können.

TH: Wir feiern im November erstmal den Pitch unseres neuen Projektes arrive ein kleines Clubfestival, das alle 3 bis 4 Monate stattfinden soll. Im Januar gibts die 3-Jahresfeier unserer Schallfabrik, da sollten sich – sobald die entsprechenden Infos online – sind alle mal ein fettes rotes Kreuz im Kalender machen 😉 Wir lassen’s ordentlich krachen – versprochen! 😉

MM: Nochmals besten Dank für die hammerstarke Techno-Powerpackung als genialen Re-Start unserer Podcast-Reihe und für das Interview!

——— MM-Nachtrag: Am 22. und 23.11.19 kracht’s auf jeden Fall schon ordentlich im UntenTruncate und Oskar Offermann sind geladen. (Powered by Headrooms und Schallfabrik – Infos hier: https://www.facebook.com/events/1104414629948369/

(Katja interviewte für MM)

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